Rob Leask im "900er Klub" der DEL

Seit Sonntag gehört Rob Leask offiziell zum ganz elitären Kreis der Spieler der Deutschen Eishockey Liga. Der Verteidiger der THOMAS SABO Ice Tigers hat gegen die Iserlohn Roosters sein 900. Spiel in der DEL absolviert. Eine beeindruckende Leistung für einen Spieler, der erst im Alter von 25 Jahren nach Deutschland kam. Von 1996 bis 2006 spielte Rob Leask bei den Eisbären Berlin und feierte mit dem Hauptstadtklub auch zwei Deutsche Meisterschaften.

In Berlin lernte Rob Leask zudem seine heutige Frau Jeannette kennen. Zusammen mit den drei Kindern Megan, Danielle und Cameron leben Rob und Jeannette in Schwarzenbruck. „Ich kann die 900 Spiele kaum realisieren, weil alles so schnell vorbeigegangen ist“, sagt der 41-jährige Leask heute. „Als ich damals nach Deutschland kam, um hier zu spielen, hätte ich nie gedacht, dass ich so lange bleiben würde.“

Ein wichtiger Grund dafür war natürlich die Familie: „Ich habe meine Frau in Deutschland kennen gelernt und unsere Kinder sind hier zur Welt gekommen. Deswegen macht es das natürlich umso einfacher für mich, in Deutschland zu bleiben.“ Begeistert war Rob Leask schon immer von den Fans in Deutschland: „Schon in meinen ersten Einsätzen in Deutschland wurde mir klar, dass die Mentalität der Fans hier ganz anders ist als ich es von Nordamerika gewöhnt war.“

In Diensten der Eisbären Berlin konnte sich Rob Leask übrigens einen weiteren Wunsch erfüllen, von dem er anfangs nie zu träumen gewagt hätte: Im Jahr 2004, also acht Jahre nach seiner Ankunft in Deutschland, wurde er deutscher Staatsbürger und war damit auch für die Nationalmannschaft spielberechtigt. Im selben Jahr absolvierte er seine erste Weltmeisterschaft im Trikot mit dem Adler auf der Brust, zwei Jahre später durfte er Deutschland sogar bei den Olympischen Winterspielen in Turin vertreten.

Zu den THOMAS SABO Ice Tigers wechselte Rob Leask zur Saison 2009/10. Mittlerweile ist er zusammen mit Stürmer Eric Chouinard dienstältester Spieler der Ice Tigers. Auch im Alter von 41 Jahren gehört Leask noch zu den fittesten Spielern. Ein Geheimnis dafür gebe es aber nicht, versicht er: „Ich bin einfach einer, der sich immer fit gehalten hat, sicher spielt auch das Glück eine Rolle. Außerdem spiele ich relativ einfaches Eishockey. Ich denke, die drei Sachen zusammen machen es aus.“


Foto: Steffen Riese