Ice Tigers verlieren Spiel 4 in Augsburg

Nach dem 5:3-Heimerfolg und der 2:1-Serienführung wollten sich die THOMAS SABO Ice Tigers am Dienstagabend in Augsburg die ersten Matchpucks sichern. Andreas Jenike übernahm im Tor wieder von Jochen Reimer, Nichlas Torp musste diesmal zusehen, weil Rob Wilson vier ausgeglichene Sturmreihen aufbieten wollte. Schon nach den ersten Wechseln wurde allerdings deutlich, dass die Augsburger Panther an diesem Abend das Tempo vorgeben würden. Trevor Parkes hatte den ersten Schuss nach 80 Sekunden, Jenike hielt diesen aber sicher mit der Fanghand fest. In den ersten fünf Spielminuten gelang den Ice Tigers kein einziger Torschuss, erst in der 7. Minute war es Patrick Buzas, der Ben Meisner mit der Rückhand zum ersten Mal prüfte. Buzas war Teil der neuformierten Sturmreihe um Brandon Prust und Rob Schremp, die die ersten Reihen entlasten sollte. In der 9. Minute schoss Danny Syvret von der blauen Linie, Brett Festerling hielt vor dem Tor die Kelle rein, der Puck ging aber am Augsburger Tor vorbei. Als Mark Cundari für die Panther auf der Strafbank saß, hatte Patrick Reimer zwei Schlagschussmöglichkeiten von der rechten Seite, beide Male reagierte Meisner aber glänzend. Im direkten Anschluss an die Strafe lief Cundari auf und davon und versuchte, Jenike bei seinem Alleingang durch die Schoner zu bezwingen, scheiterte aber am Nürnberger Torhüter (12.). Nur Augenblicke später musste Jenike aber zum ersten Mal hinter sich greifen: Derek Dinger ließ Brandon Prust ins Leere rutschen und schoss aus dem Handgelenk genau in den Winkel - 1:0 für Augsburg. In der 19. Minute hatte Brandon Segal die Riesenchance zum Ausgleich, schob den Puck am langen Pfosten nach großartigem Zuspiel von Phil Dupuis durch die eigenen Beine aber am Tor vorbei.

Im Mittelabschnitt waren nur 20 Sekunden gespielt, da schickte Yasin Ehliz seinen Kapitän mit einem Pass in den Lauf alleine auf Meisner zu, Reimer schoss aber am langen Pfosten vorbei. Die Panther machten es besser, erzwangen ein Icing gegen die Ice Tigers und nutzten das eiskalt aus. Augsburg gewann das Bully, Guentzel spielte an der blauen Linie quer auf Dinger, der direkt abzog und traf, weil Trevor Parkes vor dem Tor goldrichtig stand und Jenike die Sicht nahm - 2:0 für die Panther. Die Hausherren hatten in der Folge ihre stärkste Phase, schnürten die Ice Tigers immer wieder in deren Drittel ein und ließen die Gäste damit überhaupt nicht ins Spiel zurückkommen. Erst in der 30. Minute war es Steven Reinprecht, der durch eine schöne Einzelleistung zu einer Möglichkeit kam. Er kam mit Tempo durch die neutrale Zone, ließ einen Verteidiger aussteigen und tauchte frei vor Meisner auf, scheiterte aber mit seinem Versuch aufs kurze Eck. Die vierte Nürnberger Sturmreihe setzte sich in der 34. Minute etwas länger im Augsburger Drittel fest, Rob Schremp schlenzte von der blauen Linie, Patrick Buzas fälschte mit dem Rücken zum Tor stehend ab, konnte Meisner aber ebenfalls nicht überwinden. Gegen Ende des Mittelabschnitts kamen die Ice Tigers zwar besser ins Spiel, das nächste Tor erzielten aber erneut die Panther. Die Ice Tigers setzten sich im Augsburger Drittel fest, den Panthern gelang aber die Befreiung, Jaroslav Hafenrichter täuschte im Nürnberger Drittel einen Schlagschuss an und schlenzte dann genau in den Winkel - 3:0 für Augsburg.

Da Marius Möchel in der 39. Minute den Puck nach einem Traumpass von Danny Syvret am leeren Tor vorbei schoss, mussten die Ice Tigers mit der Hypothek eines Drei-Tore-Rückstands ins letzte Drittel starten. Wer nun mit einer Aufholjagd gerechnet hatte, sah sich aber leider getäuscht. Noch keine 60 Sekunden waren im Schlussabschnitt gespielt, da kam T.J. Trevelyan zur Konterchance, schoss aber deutlich übers Tor. In der 44. Minute hatte Justin Shugg aus kurzer Distanz die Chance zur endgültigen Entscheidung, schoss aber freistehend am langen Pfosten vorbei. Als Scott Valentine in der 44. Minute wegen Beinstellens auf der Strafbank saß, bot sich den Ice Tigers die Möglichkeit, doch noch einmal heranzukommen. Patrick Reimer kam mit Tempo über die rechte Seite und spielte quer vors Tor, Steven Reinprecht hielt die Kelle rein, schob den Puck aber am Tor vorbei. Kurz darauf sprachen die Schiedsrichter eine Bankstrafe gegen die Ice Tigers aus und das Powerplay war schon wieder vorbei. Kurz darauf war Augsburg wieder komplett und in Überzahl. Es dauerte nicht lange, da durfte Rob Schremp die Strafbank wieder verlassen, denn Ben Hanowski nahm an der blauen Linie Fahrt auf und überwand Jenike mit einem trockenen Handgelenkschuss zum 4:0. Damit war das Spiel endgültig entschieden. Augsburg schaltete nun einen Gang runter, aber auch danach gelang den Ice Tigers zu wenig, so dass sich Ben Meisner am Ende über den Shutout freuen durfte.

In der "Best-of-Seven"-Serie steht es damit nun 2:2. Am Freitag um 19.30 Uhr steht Spiel 5 in der ARENA NÜRNBERGER VERSICHERUNG auf dem Programm.

Foto: Thorsten Franzisi

Stimmen zum Spiel:

Rob Wilson (Nürnberg): Das war heute ein hartes Spiel für uns. Augsburg hat sehr gut gespielt, Ben Meisner war sehr stark. Ich habe von Anfang an gesagt, dass die Serie über sechs oder sieben Spiele gehen würde, daran hat sich nichts geändert. Heute hat das bessere Team gewonnen.

Mike Stewart (Augsburg): Das war heute eine gute Teamleistung. Wir haben unser erstes Tor direkt nach einem überstandenen Unterzahlspiel geschossen, das hat uns das Momentum gegeben. Wir haben besser verteidigt heute, Ben Meisner hat gut gespielt, das war heute sehr solides Eishockey von uns. Nürnberg war aber nicht ungefährlich, die haben sich einige gute Chancen herausgespielt.

 

  1. 2. 3. OT PS Ergebnis
Augsburger Panther 1 2 1 - - 4
Ice Tigers 0 0 0 - - 0

 

Tore:
Spielstand Zeit Torschütze 1. Assistent 2. Assistent Bemerkung
1:0 11:51 Dinger Shugg
2:0 21:29 Dinger Shugg Guentzel
3:0 36:47 Hafenrichter Rekis Cundari
4:0 46:03 Hanowski Shugg Guentzel 5:4-Überzahl
Strafen:
Augsburger Panther 4 Min
Ice Tigers 6 Min
Allgemeine Informationen:
Zuschauer: 6139
Schiedsrichter: Marcus Brill, Daniel Piechaczek