Ice Tigers besiegen Wolfsburg mit 4:2!

31. DEL-Spiel

28.12.2012, 19.30 Uhr
in Nürnberg

4 : 2

nuernberg

THOMAS SABO Ice Tigers
  Grizzly Adams Wolfsburg

Im letzten Heimspiel des Jahres 2012 und vor dem DEL Winter Game am 5. Januar 2013 bekamen es die THOMAS SABO Ice Tigers am Freitagabend mit den Grizzly Adams Wolfsburg zu tun, gegen die sie bislang erst drei von elf Heimspielen in der DEL-Historie gewinnen konnten. Der letzte Sieg überhaupt gegen Wolfsburg datiert vom 11. Dezember 2009, seitdem konnten die heutigen Gäste elf Spiele in Folge für sich entscheiden. Zur Mission, diese Serie endlich zu beenden, konnte Marco Nowak aufgrund einer Grippe-Erkrankung nicht antreten. Die Ice Tigers erwischten aber auch ohne Nowak den besseren Start und gingen bei ihrer ersten Powerplay-SItuation auch gleich in Führung. In der 4. Minute war es Connor James, der den Puck im Nachstochern über die Linie bugsierte. Zuvor war Yan Stastny noch an Wolfsburgs Torhüter Sebastian Vogl gescheitert. Keine drei Minuten später stand es nach einem Abwehrfehler der Ice Tigers aber schon 1:1. Kai Hospelt setzte sich über die rechte Seite durch und brachte den Puck irgendwie in die Mitte zu Sebastian Furchner, der ihn über die Linie drückte.

Wolfsburg setzte nun nach und kam und in der 8. Minute durch Greg Moore auch zur nächsten guten Torchance. Moore zog freistehend von zentraler Position aus ab, Tyler Weiman im Nürnberger Tor konnte jedoch sehenswert parieren. Norm Milley scheiterte in der 15. Minute ebenfalls am glänzend aufgelegten Weiman. In der 17. Minute hatten die Ice Tigers die größte Chance nach dem Wolfsburger Ausgleich, als Jame Pollock Eric Chouinard perfekt bediente und auf die Reise schickte. Chouinard lief alleine auf Vogl zu, schoss dann jedoch übers Tor. Somit blieb es nach 20 Minuten beim 1:1. Zu Beginn des zweiten Drittels kam der Ex-Nürnberger Adrian Grygiel zwischen den beiden Bullykreisen im Nürnberger Drittel zum Abschluss, biss sich aber ebenfalls die Zähne an Weiman aus. Die Ice Tigers versuchten nun in erster Linie, sicher in der Defensive zu stehen, was ihnen auch gelang. Bei den gelegentlichen Offensivaktionen war allerdings immer Endstation bei Sebastian Vogl. Bis zur 37. Minute. Dann war es Steven Rupprich, der aus kurzer Distanz mit der Rückhand zur 2:1-Führung für die Ice Tigers traf. Casey Borers Schuss ging noch am Tor vorbei, der Puck kam aber über Daniel Weiß zurück vors Tor, wo Steven Rupprich goldrichtig stand.

Ins letzte Drittel starteten die Ice Tigers mit einem starken Unterzahlspiel, in dem sich die Wolfsburger nicht im Nürnberger Drittel festsetzen konnten. In der 43. Minute kam Nürnberg seinerseits zu einer Überzahlsituation, in der Patrick Reimer nach einem schönen Move die beste Gelegenheit vergab. Zwei Minuten später war Wolfsburg im Angriff, die Ice Tigers fingen den Puck aber ab und bekamen eine 2-auf-1-Situation für Eric Chouinard und Yasin Ehliz. Im Wolfsburger Drittel passte Chouinard quer zu Ehliz, der sofort abzog, aber an Vogl scheiterte. Der Puck blieb jedoch im Spiel, Ehliz spielte den Puck an die blaue Linie zu Dusan Frosch, der wiederum mit viel Übersicht an den langen Pfosten zu Eric Chouinard spielte. Chouinard bekam den Puck mustergültig auf die Kelle, verzögerte kurz und konnte dann locker zum 3:1 für die Ice Tigers einschieben. Es war die Vorentscheidung in der Partie, denn fortan ließen die Ice Tigers in der Defensive kaum mehr etwas zu und kontrollierten das Spiel zunehmend. Die endgültige Entscheidung fiel dann in der 55. Minute durch ein Traumtor von Tim Schüle. Schüle rückte auf, bekam den Querpass von Ryan Bayda, täuschte einen Schuss an, zog dann am bereits am Boden liegenden Vogl vorbei und brachte den Puck mit einer schnellen Bewegung ins Tor - 4:1. Kurz vor Schluss setzten die Grizzly Adams zwar noch einmal alles auf eine Karte und nahmen Vogl in Überzahl vom Eis, was ihnen noch den 2:4-Anschlusstreffer durch Kai Hospelt ermöglichte, mehr ließen die Ice Tigers aber nicht mehr zu.

Stimmen zum Spiel:

Pavel Gross: Wir wussten, worum es in der Partie geht. Es ging darum, dass wir den Anschluss an die Top 10 halten können, jetzt wird die Situation natürlich umso schwieriger. Wir haben engagiert angefangen, in den ersten 30 Minuten hatten wir einige Scoring Chances, haben aber zu wenig Tore geschossen. Die Ice Tigers haben ihre Konterchancen genutzt. Im letzten Drittel konnten uns die Nürnberger gut draußen halten.

Bengt-Ake Gustafsson: Wolfsburg hat speziell im ersten Drittel gut gespielt und die Scheibe gut kontrolliert. Wir haben defensiv gut gespielt und nicht so viele große Chancen bekommen. Je länger das Spiel gedauert hat, desto mehr haben wir das Eis genutzt und die Kontrolle übers Spiel übernommen. Wir haben heute die kleinen Sachen besser gemacht und hart gearbeitet.


Foto: Steffen Riese

 

  1. 2. 3. OT PS Ergebnis
Ice Tigers 1 1 2 - - 4
G. A. Wolfsburg 1 0 0 - - 1

 

Tore:
Spielstand Zeit Torschütze 1. Assistent 2. Assistent Bemerkung
1:0 03:54 James Stastny Chouinard 5:4-Überzahl
1:1 06:34 Furchner Hospelt Milley
2:1 36:37 Rupprich Borer Weiß
3:1 44:42 Chouinard Frosch Ehliz
4:1 54:14 Schüle Bayda Reinprecht
4:2 58:50 Hospelt Furchner Moore 6:4-Überzahl
Strafen:
Ice Tigers 14 Min
G. A. Wolfsburg 8 Min
Allgemeine Informationen:
Zuschauer: 4715
Schiedsrichter: Lenhart, Haupt