Hektische Schlussphase beim 1:4 in Köln

38. DEL-Spiel

20.01.2013, 14.30 Uhr
in Köln

4 : 1

nuernberg

Kölner Haie
  THOMAS SABO Ice Tigers

Zum Spiel bei den Kölner Haien kehrte Yan Stastny nach überstandenem Fieber zurück ins Team der THOMAS SABO Ice Tigers. Auch Tyler Weiman kehrte in den Kader zurück, allerdings vertraute Bengt-Ake Gustafsson weiterhin Weimans nominellem Back-Up Andreas Jenike, der seine Sache – so viel sei schon vorweg genommen – wieder einmal hervorragend machte. Peter Lindlbauer und Tim Schüle bekamen Einsatzzeit in Bad Tölz, dafür trat Leo Pföderl die Reise nach Köln mit an. Die Ice Tigers begannen bei den Haien sehr stark und hatten in der Anfangsphase auch die deutlich besseren Torchancen. Nach nur wenigen Sekunden war es Patrick Reimer, der Kölns Torhüter Danny aus den Birken zu einer guten Tat zwang, nachdem die Haie den Puck nicht aus dem eigenen Drittel klären konnten. Das passierte den Haien durch das druckvolle Forechecking der Ice Tigers im ersten Spielabschnitt mehrfach. So auch kurz darauf, als Steven Reinprecht frei zum Schuss kam und aus den Birken abprallen ließ. Die Schiedsrichter wähnten den Puck aber schon sicher unter dem Kölner Torhüter, so dass die Nachschusschance für die Ice Tigers ausblieb. In der 3. Minute schlugen die Ice Tigers dann allerdings Kapital aus der Unsicherheit der Haie. Dusan Frosch eroberte den Puck in der Rundung und spielte an den langen Pfosten zu Eric Chouinard, der geschickt zurücklegte, wo Yasin Ehliz stand und aus den Birken keine Abwehrchance ließ – 1:0 für die Ice Tigers.

Köln kam erst langsam besser ins Spiel, weil die Ice Tigers kompakt standen und vor dem eigenen Tor stark verteidigten. So brachten die Haie in der Anfangsphase ausschließlich Schüsse von der blauen Linie zum Tor von Andreas Jenike. Ob Andreas Holmqvist, Kevin Lavallee oder Björn Krupp – sie alle scheiterten an Jenike. Danach wurden die Haie aber gefährlicher, Jenike wehrte einen gefährlichen Schuss von Chris Minard aus kürzerer Distanz ab. Obwohl die Schussstatistik nach 20 Minuten 13:6 für die Haie lautete, ging die Führung für die Ice Tigers absolut in Ordnung, da sie die deutlich besseren Torchancen hatten. Im zweiten Drittel zeigte sich allerdings ein anderes Bild. Nun hatten die Ice Tigers mehr Schüsse, die gefährlicheren kamen aber von den Haien. In der 22. Minute war es Kölns Kapitän John Tripp, der eine Hereingabe von Charlie Stephens aus der Luft nahm und an den Pfosten beförderte. In Unterzahl hatte Tripp in der 27. Minute auch die nächste gute Kölner Möglichkeit, konnte Jenike mit seinem Rückhandschuss aber nicht bezwingen. Gegen Mitte des zweiten Drittels lag der Ausgleich für Köln in der Luft, in der 34. Minute fiel er letztlich auch. Bei einem schnellen Gegenzug spielte Felix Schütz einen scharfen Pass an den langen Pfosten, der zwar nicht zum anvisierten Rok Ticar gelang, aber im Nürnberger Tor landete – 1:1.

Wenige Minuten später hätten die Ice Tigers eigentlich erneut in Führung gehen müssen, aber Eric Chouinard verpasste freistehend am langen Pfosten nach einem schönen Querpass von Dusan Frosch. Das Spiel blieb auch im Schlussabschnitt lange spannend und hart umkämpft und hätte in jede Richtung ausgehen können. Zu Beginn des Schlussabschnitts hatte Ryan Bayda eine gute Unterzahlmöglichkeit, allerdings waren auch die Haie gefährlich. Philip Gogulla traf in der 50. Minute aus einer unübersichtlichen Situation heraus den Außenpfosten. Kurz darauf fanden dann die spielentscheidenden Situationen statt. Rob Leask musste – sehr zum Ärger der Nürnberger Bank – wegen eines Stockschlags auf die Strafbank, nachdem zuvor ein hoher Stock gegen Köln angezeigt wurde. Casey Borer machte seinen Standpunkt von der Bank aus deutlich und erhielt dafür eine Disziplinarstrafe. Nur 35 Sekunden nach der Strafe gegen Rob Leask musste Brett Festerling nach einem – zumindest der Meinung der Ice Tigers nach – fairen Check gegen den puckführenden Kölner Stürmer auf die Strafbank. Daraufhin beschwerte sich Ryan Bayda bei den Schiedsrichtern und erhielt ebenfalls eine Disziplinarstrafe. Die doppelte Überzahlsituation ließen sich die Haie nicht entgehen und trafen durch Andreas Holmqvist von der blauen Linie zum 2:1. Direkt danach erhielt Sven Butenschön erst eine zehnmintüge Disziplinarstrafe und dann eine Spieldauer wegen Reklamierens. Die Ice Tigers hatten den Faden wegen der Schiedsrichterentscheidungen nun völlig verloren, Köln erhöhte in Überzahl auf 3:1 und kurz vor Schluss mit einem Schuss ins leere Tor auf 4:1, gleichzeitig auch der Endstand.

Foto: Nordphoto.de / Florian Müller

 

  1. 2. 3. OT PS Ergebnis
Kölner Haie 0 0 2 - - 2
Ice Tigers 1 0 0 - - 1

 

Tore:
Spielstand Zeit Torschütze 1. Assistent 2. Assistent Bemerkung
0:1 02:51 Ehliz Chouinard Frosch
1:1 51:30 Holmqvist Gogulla Falk 5:3-Überzahl
2:1 59:42 Gogulla Minard Kranjc Empty-Net
Strafen:
Kölner Haie 10 Min
Ice Tigers 14 Min + 10 Min (Borer, Bayda, Butenschön) + Spieldauer (Butenschön)
Allgemeine Informationen:
Zuschauer: 11514
Schiedsrichter: Aumüller, Fischer