Ice Tigers gewinnen 4:3 in Krefeld

01. März 2020 Spielberichte ·

Mit der Chance, durch einen Sieg auf den achten Tabellenplatz zu klettern, ging es für die THOMAS SABO Ice Tigers am Sonntagabend zum Auswärtsspiel bei den Krefeld Pinguinen. Brett Festerling bekam eine Verschnaufpause, für ihn kehrte Marcus Weber ins Team von Kurt Kleinendorst zurück. Die Ice Tigers hatten den ersten Schuss der Partie schon nach 20 Sekunden, Oskar Östlund parierte den Versuch von Chris Brown aus dem Slot aber mit der Stockhand. Krefeld hatte zunächst etwas mehr vom Spiel, die erste dicke Möglichkeit hatten aber die Ice Tigers in der 4. Minute. Eugen Alanov spielte in den Lauf von Brandon Buck, der kam mit Tempo über die linke Seite und spielte quer zu Jack Skille, der aufs kurze Eck schoss und an der Fanghand Östlunds scheiterte. Die Ice Tigers hatten in der Folge die besseren Chancen, Eugen Alanov schoss knapp am langen Pfosten vorbei (7.), Will Acton brachte ein etwas ungenaues Zuspiel von Daniel Fischbuch nicht unter Kontrolle (8.). Die Pinguine machten es zunächst besser und gingen in der 11. Minute – in der Entstehung etwas glücklich – in Führung. Laurin Braun zog aus dem Slot direkt ab und traf den Handschuh von Grant Besse vor dem Tor, der den Puck unhaltbar für Treutle zum 1:0 für Krefeld in den Winkel lenkte. Die Pinguine hatten nun etwas Oberwasser und die dicke Chance zum zweiten Tor, Niklas Treutle entschärfte den Versuch von Garrett Noonan aus kurzer Distanz aber stark (14.).

Bei Krefelder Überzahl traf Jeremy Welsh von der blauen Linie nur den Pfosten (17.), Philipp Kuhnekath scheiterte nach einem leichten Puckverlust von Patrick Reimer gleich zweimal mit der Rückhand an Treutle (17.). Zwölf Sekunden vor Drittelende schlugen die Ice Tigers zurück und glichen die Partie aus. Daniel Fischbuch eroberte den Puck im eigenen Drittel und leitete den Konter über Patrick Reimer ein. Reimer legte quer zu Tim Bender, der wiederum in die Mitte zum mitgelaufenen Fischbuch, der aus dem Handgelenk schoss und halbhoch zum 1:1-Ausgleich auf die Stockhandseite traf. Das zweite Drittel begann spektakulär, Jack Skille hätte in der 24. Minute die Führung erzielten müssen. Brandon Buck kam mit Tempo über die linke Seite, zog zum Tor und spielte im letzten Moment quer, Skille hatte das leere Tor vor sich und schoss übers Gehäuse. Die Ice Tigers blieben aber dran und gingen in der 26. Minute in Führung. Patrick Reimer spielte den öffnenden Querpass zu Kevin Schulze, der nach einem schönen Querpass mit Daniel Fischbuch am langen Pfosten zum Abschluss kam und aus spitzem Winkel einschob – 2:1 für Nürnberg. Die Krefelder Antwort ließ allerdings nur 30 Sekunden auf sich warten. Daniel Pietta bekam einen harten Diagonalpass von der blauen Linie, schoss direkt und überwand Treutle zum 2:2-Ausgleich (26.). Das Spiel ging packend weiter, in der 27. Minute gingen die Ice Tigers erneut in Führung. Eugen Alanov bediente Jack Skille von der linken Seite, Skilles Direktabnahme wurde zwar abgeblockt, der Puck landete aber genau auf der Kelle von Brandon Buck, der zum 3:2 einschob. Die Ice Tigers agierten spielerisch gefälliger, Krefeld blieb aber immer wieder gefährlich. Justin Hodgman zog vors Tor und scheiterte mit der Rückhand an Treutle (30.). In der 36. Minute kamen die Ice Tigers zu einer Kontergelegenheit, beim Abschluss von Chad Bassen wurde der Winkel aber etwas zu spitz und Östlund hielt mit der Fanghand.

Die Ice Tigers gingen mit einer knappen, aber verdienten 3:2-Führung ins letzte Drittel. Chad Bassen hatte dort nach 80 Sekunden die Riesenchance zur Zwei-Tore-Führung, als er nach einem Krefelder Abspielfehler alleine aufs Tor zulief, Östlund flach durch die Beine aber nicht bezwingen konnte. In der 45. Minute durften die Ice Tigers für 57 Sekunden in doppelter Überzahl agieren, erspielten sich auch reihenweise Chancen, scheiterten aber immer wieder am herausragenden Östlund im Krefelder Tor. Egal ob Patrick Reimer aus der Distanz, Daniel Fischbuch und Tom Gilbert von der Seite oder Andreas Eder aus wenigen Zentimetern Entfernung – Östlund hielt seine Pinguine in dieser Phase im Spiel. Die Ice Tigers kontrollierten das Spiel dennoch und hatten gute Möglichkeiten zur Vorentscheidung. Chris Brown (47.) und Austin Cangelosi (49.) hatten die nächsten Schüsse, aber auch sie brachten den Puck nicht an Östlund vorbei. Patrick Reimer verfehlte das Tor nach einem schönen Diagonalpass von Daniel Fischbuch nur knapp (53.), Fischbuch selbst wurde bei einem Solo im letzten Moment gestört (56.). Spannend wurde es in der Schlussphase noch einmal, als Kevin Schulze auf die Strafbank musste. Die Scheibe lag beim Krefelder Powerplay knapp vor der Nürnberger Torlinie, Jim O’Brien reagierte geistesgegenwärtig und klärte in höchster Not (58.). Als die Pinguine den Torhüter zugunsten des sechsten Feldspielers vom Eis genommen hatten, sorgte Kevin Schulze mit seinem zweiten Treffer für die Vorentscheidung. Grant Besse brachte die Pinguine 20 Sekunden vor Schluss aus spitzem Winkel noch einmal auf 4:3 heran, mehr passierte aber nicht mehr.

Durch den 4:3-Sieg und den fünften Erfolg aus den letzten sechs Spielen klettern die THOMAS SABO Ice Tigers in der Tabelle auf den achten Platz und können sich am Freitag im direkten Duell mit Wolfsburg das Heimrecht in der 1. Playoff-Runde sichern.

Foto: Dr. Christoph Jürgens

1.2.3.OTPSErgebnis
Krefeld Pinguine1113
THOMAS SABO Ice Tigers1214

Tore

ZeitTorschütze1. Assistent2. AssistentBemerkung
1:010:34BesseBraunAnkert
1:119:48FischbuchBenderReimer
1:225:01SchulzeFischbuchReimer
2:225:31PiettaTrivellatoCostello
2:326:54BuckSkilleAlanov
2:458:13SchulzeReimerActonEmpty-Net-Goal
3:459:40BesseNoonanCostelloEA 6-5

Strafen

Krefeld Pinguine4 Min
THOMAS SABO Ice Tigers4 Min

Allgemeine Informationen

Zuschauerzahl:3.408
Schiedsrichter:Benjamin Hoppe, Daniel Piechaczek